2001



Nach den "Reunion"-Konzerten des Jahres 2000 gab es mehrere Konzertanfragen für das Jahr 2001, die sich aber alle aus den diversesten Gründen letztlich doch "in Luft auflösten". Der Grund lag auf der Hand: War Damaris Joy nun eine "Oldie-Band", und was war denn das Neue an dieser Band und wer wollte oder sollte sie hören? Keine alte Scheibe mehr verfügbar, keine neue in Sicht - damit war klar, dass wir heftig und reichlich "Hausaufgaben" zu machen hatten. Nach der ersten Euphorie folgte also zügig der Blick auf die Realitäten...

Aber schon Anfang 2001 ergab sich ein intensiver Kontakt mit Peter Fischer, seines Zeichens Chefredakteur von ERF 2, und aus den Gesprächen entstand die Einladung, am 01.03.2001 die ERF 2-Sendung "Calando" zu gestalten. Wir ließen uns natürlich nicht zwei Mal bitten, sondern reservierten gleich Studiozeit, um für die Sendung zwei Songs "unplugged" aufzunehmen. Uns war es ein dringendes Anliegen, deutlich zu machen, dass DJ wirklich wieder lebendig ist und das Neues zu erwarten ist. Die Songs "Revive Us" und "Fly Away" wurden so kurz vor der Sendung aufgenommen und dann gleich über den Äther verbreitet.

ERF 2, 01.03.2001

Die Moderatorin der Sendung war uns nicht unbekannt. Niemand Geringeres als Angelika Fries, Ex-Siegerländerin und Mitbegründerin von "Gospelcontact" war unser "Gegenüber" als Moderatorin. Es war also nicht verwunderlich, dass sie uns während der Sendung mit unserer allerersten Band-Info aus CoGo-Zeiten konfrontierte - mit dem dezenten Hinweis, dass das seinerzeit irgendwie gar nicht so überzeugend gewesen sei... Heute ist es amüsant, früher war es einfach nur peinlich. Die Geschichte von "Gospelcontact" ist übrigens im Menüpunkt "Archiv / Die Szene im Siegerland / Geschichte und Vorlauf" dargestellt.

Angelika Fries, 01.03.2001

Das Interview und die Gespräche vorher und nachher scheinen ihr aber trotzdem eine Menge Spaß gemacht zu haben. Nach der Sendung schrieb sie in unser Gästebuch:

Merci!

Ihr Lieben, ein herzliches Dankeschön an die "fünf Freunde" aus dem Siegerland, die endlich wieder zusammen Musik machen. Schön, dass ihr bei Calando auf erf2 zu Besuch wart. Die Stunde mit euch war mir ein Vergnügen, ein bisschen Heimatgefühl und eine Ermutigung. Würde mich freuen, wenn die fromme Musikzene durch euch neue Anstöße bekommt, weg vom Süßstoff, etwas mehr hin zu gradlinigem Gospelrock und zu Texten, die weniger für "fromme" Insider geschrieben sind. In diesem Sinne, wie in einem eurer Songs: "Lasst uns dankbar sein für jeden, der mit auf dem Wege ist.

Eure Angelika Fries

Kurze Zeit später wurde dann das Projekt "ERF 2 präsentiert Damaris Joy" offiziell auf den Weg gebracht, das ab Oktober 2001 extensiv die manigfaltigen Kanäle des ERF nutzen konnte, um das Comeback von Damaris Joy und die neue CD im Land bekannt zu machen.

Das Jahr 2001 hat zwar keine Konzerttermine gesehen, aber es hat die Weichen gestellt für alles, was dann im Frühjahr 2002 sichtbar und vor allem hörbar wurde: das erste "richtige" Damaris Joy-Album nach 15 Jahren Veröffentlichungspause und damit unmittelbar verknüpft das Comeback durch die "Limited Edition Tour".

Kurz vor Beginn der heißen Phase der CD-Vorbereitung stieg dann Thomas Adam aus. Beruflich bedingte zeitliche Gründe und ein Hauserwerb gaben ihm keinen Freiraum für die Zeitinvestition, die DJ nun zwangsläufig erfordern würde. Wir haben Thomas' Entscheidung sehr bedauert und hätten gerne weiter mit ihm zusammen gearbeitet. Aber es sollte wohl so sein. Die Ablösung für Thomas Adam stand genau so schnell fest, wie dies 1985 der Fall war, als Thomas für Andreas Braach einstieg. Ziemlich genau 3 Stunden dauerte es auch diesmal...

Die Wahl von Sebastian David Cuthbert war ein ebenso genialer Glücksgriff wie seinerzeit Thomas Adam. "Basti" veränderte den Sound der Band und brachte als junger Musiker einen modernen Groove in die Musik. Zugleich war er in der Lage, den Weg zu den musikalischen "Roots" mitzugehen, wie es auf der neuen CD zu hören ist. "Basti" hatte es also einfacher, er war nicht ganz so schnell gefordert wie damals Thomas Adam. Er konnte "gemächlich" mit einer Studioproduktion einsteigen und das erste Konzert fand erst vier Monate später statt.

Für "Basti" sprach auch, dass mit ihm die gute Tradition gewahrt wurde, dass die Band aus Leuten mit zwei Vornamen besteht. Ja, und wenn man nun die offiziellen Vornamen von ...-... (Frieder) Jost und ...-Thomas Adam wüsste, dann könnte damit glatt ein Preisausschreiben gewinnen, wenn es denn eines gäbe...

;-)